Die Abklärungskolposkopie ist eine nicht-invasive Untersuchung, bei der ich ein spezielles Mikroskop (Kolposkop) verwende, um den Gebärmutterhals, die Vagina und die äußeren Genitalien im Detail zu betrachten. Diese Methode ermöglicht mir eine präzise Beurteilung von Gewebeveränderungen. Während der Untersuchung werden Sie ähnlich gelagert wie bei Ihrem üblichen Frauenarztbesuch. Der Ablauf ist sehr ähnlich wie bei einem Krebsvorsorge-Abstrich, jedoch etwas länger und dauert in der Regel etwa 10 bis 15 Minuten. Zunächst werde ich Ihre äußeren Genitalien, den After, den Damm, die Schamlippen sowie den Scheideneingang beurteilen. Wenn Veränderungen vorliegen, werden diese bildlich dokumentiert.
Anschließend benutze ich ein Spekulum, wie es auch Ihr Frauenarzt verwendet, um die Vagina und den Gebärmutterhals zu beurteilen. Mit Vergrößerung wird zunächst die Schleimhaut begutachtet, danach werden mit einer speziellen Lichtquelle die Gefäße dargestellt und eventuelle Veränderungen dokumentiert. Danach wird der Gebärmutterhals und die Scheidenschleimhaut mit zwei „Farben“ angefärbt.
Essigprobe: Während der Abklärungskolposkopie führe ich auch eine Essigprobe durch. Hierbei trage ich Essigessenz auf die untersuchten Bereiche auf. Anormal veränderte Zellen nehmen den Essig anders auf und werden weiß. Dies erleichtert mir die Identifikation von auffälligem Gewebe.
Lugolsche Probe (Schiller-Test): Bei der Lugolschen Probe wende ich eine Jodlösung auf den Gebärmutterhals an. Gesundes Gewebe nimmt das Jod auf und bleibt braun, während auffällige Stellen das Jod nicht aufnehmen und daher weiß erscheinen. Dieser Test hilft mir, zusätzliche Informationen über das Gewebe zu erhalten.
Bedeutung der Zusatzproben:
Diese zusätzlichen Proben sind wertvolle Instrumente, um eine präzise Diagnose zu stellen und die bestmögliche Behandlungsstrategie zu entwickeln. Ich werde Sie ausführlich über die Durchführung und Bedeutung dieser Proben informieren und Ihre Fragen dazu beantworten.
Diese Information ist wichtig, da der Schiller-Test (Lugolsche Probe) Jodlösung verwendet, und ich sicherstellen möchte, dass keine Unverträglichkeiten oder allergischen Reaktionen auftreten.
1. Unauffällige Befunde: Hierbei wird die normale Gewebestruktur bestätigt. Bei einem auffälligen PAP-Abstrich ist ein Normalbefund selten der Fall.
2. Leichte Veränderungen: In vielen Fällen können regelmäßige Kontrollen und eine Überwachung ausreichend sein. Dennoch ist auch in diesen Fällen meist eine Biopsie erforderlich, um eine sichere Diagnose zu stellen.
3. Auffällige Befunde: Falls auffällige Veränderungen festgestellt werden, werde ich bei Ihnen eine Biopsie (Probenentnahme) durchführen, um eine genaue Diagnose zu stellen. Die Probenentnahme ist schmerzfrei, jedoch können leichte Schmierblutungen nach der Untersuchung auftreten. Ich gebe Ihnen eine Frauenbinde mit. Wenn Sie Ihre eigene verwenden möchten, bringen Sie bitte eine mit.
Wichtige Hinweise: Da die Jodfarbe nach der Untersuchung schwer oder gar nicht von Textilien entfernt werden kann, empfehle ich, dunkle Unterwäsche zu tragen, um mögliche Verfärbungen zu vermeiden.
Die Therapie hängt von den festgestellten Veränderungen ab:
Die Notwendigkeit einer Therapie sowie die empfohlene Art der Therapie werden Ihnen in einem ausführlichen Gespräch erläutert, sobald alle Befunde vorliegen.
Im Falle einer erforderlichen operativen Therapie erfolgt diese in den meisten Fällen als ambulanter Eingriff.
Die operative Therapie wird nicht in unserer Einrichtung durchgeführt. Bei Bedarf erfolgt die Überweisung zu zertifizierten Dysplasieeinheiten, die auf solche Eingriffe spezialisiert sind.
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